Hybrid Discovery

Gerade sprießt es jetzt überall aus dem Boden – das Webinar. Wer sich nicht alles berufen fühlt zu was auch immer eine Session anzubieten. Zumeist kostenlos und mit durchaus beachtenswertem Inhalt. So erlebt die eigentlich schon alte Dame, deren Taufurkunde aus dem Jahr 2003 stammt, gerade ein Retro.
Aber ist das wirklich das Zeitgeist-Format? Da gäbe es doch Alternativen.

Webinar oder Videoclip?

Zunächst nochmals zu unserer alten Dame. Immerhin bietet dieses Lern- und Informationsformat eine Zwei-Weg-´Kommunikation. Zwar ist die Möglichkeit die Ausführungen eines Redners im Chat zu kommentieren bzw. eine Frage zu stellen kein Dialog, aber immerhin findet in Ansätzen ein Austausch statt. Das hat dieses Medium den heute so beliebten Videoclips voraus. Die streamen ja nur auf einem Kanal. Dafür allerdings in bewegtem Bild und meistens deutlich kürzer. Hier kann der Redner sich als Person mit einbringen, über seine Gestik und Mimik wirken und ggf. auch etwas an einem Board erklären. Das ist mal deutlich abwechslungsreicher, als die immer gleiche Ansicht auf den einen Menschen, der mit dem Zuhörer auf den Bildschirm oder etwas professioneller in die Kamera blickt.
Beide Formate haben eines gemeinsam: Der Zuhörer ist eigentlich nach kürzester Zeit tot.

Webinar nennt sich Seminar – hä?

Das Webinar heißt ja eigentlich Web-Seminar. Schwierig aus unserer Sicht. Denn was macht denn eigentlich ein Seminar aus? Ja, es geht um Wissensvermittlung. Und ja, in Gruppen. Gute Seminare zeichnen sich aber doch durch Begegnung und soziale Interaktion aus. Außerdem sorgt ein Seminar, das was auf sich hält, doch auch dafür, dass das erworbene Wissen in seiner Anwendung eingeübt werden kann. Danach erfolgt dann die Reflexion und der Transfer in den Alltag. Irgendwie stößt das Webinar da dann schon an seine Grenzen.

Virtuelle Seminare à la TCJG

Wir finden, das kann und sollte man heute so nicht mehr machen. Und haben das virtuelle Seminar einmal weiter gedacht. Bei unserem Hybrid Discovery Workshop kommen auch Teilnehmer in Gruppen zu einem Thema zusammen. Allerdings hören sie nicht lange einem Redner zu.

Von Anfang an sind sie aktiv. Da wird gleich mitgeredet. Und am eigenen Arbeitsplatz oder am heimischen Esstisch visualisiert. Die erstellten Ergebnisse werden fotografiert und mit den anderen Teilnehmern geteilt. Auf dieser Grundlage erfolgt dann ein Austausch in kleinen Gruppen in Break Out Rooms.

Zurück in der großen Runde schneiden wir dann erst einmal eine Runde Grimassen oder klopfen Arme und Beine aus. Ein Video fasst das Thema kurz zusammen und während der anschließenden Pause werden die Teilnehmer abwechselnd zu DJs.

Nach der Pause 1 Minute Stille und dabei zu Ruhe kommen. Dann die Verabredung mit einem Nicht-Seminarteilnehmer zum virtuellen Lunch. Kurz mit allen ein Mind Map zum nächsten Thema erstellen und dann einen 3-Minuten Walk Around in der eigenen Wohnung bzw. am eigenen Arbeitsplatz um an Hand einer Aufgabenstellung dieses Thema tiefer zu durchdringen.
Die Ergebnisse werden im eigenen „Visualisierung-Space“ dokumentiert und dann einem Tandempartner in einem Mini-Con-Call präsentiert. Im Anschluss wird ein Foto auf dem Jamboard hochladen. Fertig ist die Ergebnisdokumentation.

Ach ja, Wissen vermitteln wir natürlich auch. Das erzählen wir aber nicht, sondern lassen es entdecken und dann teilen.. Durch die Bereitstellung geeigneter Materialien oder Links (während des Workshop, vor allem aber davor oder danach). Die Teilnehmer werden so selbst zum Teacher.

So sehen unsere Seminare bzw. Discovery-Journeys aus. So präsentiert sich virtuelles Lernen heute.
Unsere Teilnehmer finden das klasse. Sagen Sie 🙂
Zumal sie parallel an ihrer Digital Fitness arbeiten.

Webinar – war mal.

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